Bayerische Meisterschaft 2017

BM WaldkraiburgJugend, Junioren, U21, Leistungs- und Masterklasse

Waldkraiburg. Das routinierte Ausrichterteam vom Asia Sports Waldkraiburg hat mit der diesjährigen Bayerischen Meisterschaft der Jugend, Junioren, U21, Leistungs- und Masterklasse, nun bereits die 9. Veranstaltung innerhalb des Bayerischen Karate Bundes organisiert.


„Alle Helfer wissen, dass so ein Event für unsere Kinder, den Nachwuchs und für sie selbst nur positives bringt, egal ob Erfahrung oder gemeinschaftliches Miteinander“, so Vereinsleiter Adnan Agkün. Er ist stolz und dankbar ein so tolles Team zu haben. Auch Bürgermeister Robert Pötzsch war voller Lob und freute sich, das eine solch hochrangige Meisterschaft vom 18.-19. Februar 2017 in Waldkraiburg ausgerichtet wurde. Ebenso weiß Wettkampfleiter Walter Sosniok, dass man vor Ort nicht nur ein eingespieltes Team, sondern auch eine helle und großzügige Halle vorfindet, so dass er die Ausrichter-Bewerbungen hier immer gerne nach Oberbayern vergibt.

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Die Wettkampfkommission hatte an diesem Wochenende einen großen Teilnehmeransturm zu bewältigen und deshalb beschlossen, sowohl am Samstag, als auch am Sonntag auf eine separate Finalveranstaltung zu verzichten. Auf 6 Kampfflächen wurden an zwei Tagen 464 Teilnehmer, 54 Mannschaften und über 700 Starts „abgearbeitet“. Beeindruckend war vor allem, dass die Meldungen aus 111 Vereine abgegeben wurden, so das prinzipiell jedes 3. bayerische Dojo an dieser Meisterschaft präsent gewesen ist. Zum Vergleich: im letzten Jahr konnte man eine Teilnahme aus 84 Vereinen verzeichnen.

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Jugend, Junioren und Ü12

(Bericht Jan Weikmann)

Ganz traditionell starteten die Meisterschaften am Samstag mit den Kata-Wettbewerben. Während bei den jungen Damen nur zwei Mannschaften an den Start gingen – Mömlingen gewann gegen Kempten – kämpften bei den Herren fünf Mannschaften um den Titel. Hier konnte sich ebenfalls Mömlingen durchsetzen. Sie gewann das Finale gegen die SG Moosburg, während sich Poing und Herzogenaurach den Bronzerang teilten.

In den anschließenden Einzelbegegnungen entschied Pauline Jacobi vom Seiko Karate die Kategorie Jugend weiblich für sich. Nach spannenden Begegnungen gewann die Deutsche Vizemeisterin der Schüler den Titel. Platz zwei ging an Franziska Wörner/Mömlingen. Miriam Seufert aus Straubing und Pauline Böhmig aus Kempten gewannen Bronze. Eine Altersklasse höher ging der Titel der Bayerischen Meisterin in diesem Jahr an Julia Grasmann aus Trennfurt. Agathe Mandy vom Shugokan München gewann Silber. Sarah Pavlinovic/Garching und Sarah Hehl/Kempten schafften es als Drittplatzierte ebenfalls auf das Treppchen.

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Im Kata Einzel Finale der Jugend kam es zum einem Vereinsduell: Einmal mehr standen sich hier Stefan Eisenmann und Lukas Willach aus Straubing in einer Begegnung gegenüber. Stefan konnte den Sieg davontragen und gewann den Titel. Laurin Schilling/Coburg und Liam Ruschitzka/Herzogenaurach erkämpften sich Platz drei. Bei den Junioren kam es ebenfalls zu einem vereinsinternen Finale. Diesmal stammten die Finalisten aus Mömlingen. Nach zwei hervorragenden Kata-Darbietungen setze sich Alessio Roth mit 3:2 Fahnen gegen Sajjad Islam durch. Die kleinen Finals versprachen ebenfalls Spannung. André Schütt/Poing und Manuel Schnaus aus Grasbrunn/Neukeferloh gewannen ihre Partien und sicherten sich Bronze.

Parallel dazu kämpften auch die U21 um den Titel des Bayerischen Meisters. Bei den Damen siegte Emma Janekova, die Meisterin der Juniorinnen vom letzten Jahr, auch bei ihrem ersten Start in der neuen Altersklasse. Sie besiegte im Finale Sabrina Ismajli aus Straubing. Chantal Hapfelmeier/Waldkraiburg und Nicole Bock/Augsburg komplettierten das Podest. Bei den Herren sicherten sich nach starken Leistungen Lukas Grimm aus Mömlingen und Dominik Schnaus aus Grasbrunn/Neukeferloh das Ticket für das Finale, welches Lukas für sich entscheiden konnte. Seine beiden Vereinskollegen Marco Gröschl und Julian Thierolf belegten Rang drei.

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Nach einer kurzen Verschnaufpause und der Siegerehrung für die Kata-Disziplinen ging es mit Kumite weiter. Wie vormittags wurden zunächst die Team-Begegnungen ausgetragen. In der Altersklasse Jugend kämpften nur die Jungen um den Titel. Den Sieg trug schließlich Hersbruck gegen Monheim davon. Den geteilten dritten Rang erreichten Waldkraiburg und Memmingen. Die Juniorinnen Konkurrenz gewann das Team aus Waldkraiburg. Platz zwei ging an Straubing, Platz drei an Hersbruck. Bei den Junioren standen sich im Finale zwei Mannschaften aus Traunreut gegenüber. Ebenfalls aufs Podest gelangten Waldkraiburg und Untermerzbach.

In der Kategorie -54 kg der Jugend weiblich schafften es zwei Athletinnen sich zu platzieren, die zuvor schon in Kata-Disziplinen erfolgreich waren. Miriam Seufert sicherte sich nach dem dritten Platz am Vormittag nun den Titel. Pauline Böhmig konnte sich, wie am Vormittag auch, Platz drei erkämpfen. Der zweite Bronzerang ging an Hannah Franz/Bessenbach, während Milena Stefanova/Forchheim den Silberrang erreichte. In der zweiten Jugend Kategorie, +54 kg, gewann Anna-Lena Hartl aus Bessenbach. Auf den Plätzen zwei und drei folgten ihr Miriam Alt aus Waldkraiburg und Nora Müller aus Untermerzbach.

Im Schwabenfinale der Gewichtsklasse -52 kg Jugend männlich gewann Lukas Weitmann aus Augsburg gegen Joshua Hammerstein aus Memmingen. Stefan Eisenmann/Straubing und Niklas Gau/Münchberg sicherten sich Bronze. Der Titel in der Kategorie -63 kg ging in diesem Jahr an Joel Akgün aus Waldkraiburg. Den Vizemeistertitel belegte Darren Fürst aus Hersbruck. Joels Vereinskamerad Daniel Kuzmin und Laurin Schilling/Coburg sicherten sich über die Trostrunde noch den dritten Platz. Für Laurin war es ebenfalls schon die zweite Medaille an diesem Tag.



Spannende Kämpfe versprachen auch die Junioren Begegnungen. Bei den Leichtgewichten der Damen in der Kategorie -48 kg wurde die Vohburgerin Lale Knupfer Bayerische Meisterin. Sie besiegte im Finale Fabienne Bäckmann aus Mömlingen. Bronze ging an Selina Gröschl – ebenfalls Mömlingen – und Sarah Pavlinovic, die sich so das nächste Edelmetall an diesem Tag erkämpfen konnte. In der Kategorie +59 kg standen sich Milena Kandlbinder/Breitenberg und Annika Pezold/Naila in der finalen Runde gegenüber. Milena entschied die Partie für sich und holte so Gold. Auf Platz drei landeten nach ebenfalls starken Leistungen Lea Schmidt-Hammer/Untermerzbach und Amely Metwally/Bessenbach.

Die jungen Männer standen an guten Kämpfen den Damen keinesfalls nach. Die Gewichtsklasse -68 kg gewann Andreas Fischbein aus Riedenburg. Marc Scholl/Schweinfurt wurde Bayerische Vizemeister. Der Landshuter Daniel Schwarz und der Bamberger Vincent Konstanz komplettierten das Podium. Die Konkurrenz der Junioren +76 kg gewann nach tollen Kämpfen Johannes Haggenmiller aus Kempten. Wolfgang Faber/Untermerzbach holte Silber vor den beiden Drittplatzierten Anatol Terengin/Traunreut und Florian Mayr/Kempten.

Zu guter Letzt standen noch die Kumite-Kämpfe der U21 an. Viele der Athleten, die im letzten Jahr noch bei den Junioren gekämpft hatten, konnten auch in der neuen Altersklasse eine Medaille gewinnen. So gewann Martina Reil/Straubing bei den Damen -68 kg die Silbermedaille. Sie musste sich im Finale nur Nadine Firnstein aus Untermerzbach geschlagen geben. Violetta Sobolev/Straubing und Sophia Wöltche/Mömlingen – beide letztes Jahr ebenfalls bei den Junioren erfolgreich – teilten sich den dritten Rang. Die Konkurrenz -61 kg gewann Celine Vollath aus Fürth gegen Sabrina Ismajili, abermals Straubing. Das Podium wurde von Reihana Latifovic aus Monheim und Johanna Lentzkow aus Bessenbach vervollständigt.

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Auch bei den Herren sah man altbekannte Gesichter aus den letztjährigen Junioren Kategorien auf dem Treppchen. Konrad Speckmaier und Marcel Schalch, beide aus Traunreut, konnten vergangenes Jahr in der Juniorenaltersklasse noch ihre jeweiligen Disziplinen gewinnen. In der U21 standen sie sich dieses Jahr im Finale der Kategorie -67 kg gegenüber. Marcel entschied den Kampf für sich und sicherte sich den Bayerischen Meistertitel. Platz drei erreichten Sven Taubald aus Kulmbach und Marvin Pauland aus Bessenbach. Bei der Gewichtsklasse +84 kg waren lediglich drei Starter gemeldet, was der Qualität der Kämpfe allerdings keinen Abbruch tat. Emre Cakir aus Augsburg sicherte sich schließlich Gold vor dem zweitplatzierten Maximilian Wild/Hersbruck und dem Bronzemedaillengewinner Josef Eck/Mömlingen.

Bericht: Jan Weikmann



Intro, Eröffnung und Kata Junioren weiblich
Samstag 18.02.2017 | by Axel Krusch



 

Leistungsklasse

(Bericht Melanie Feldmeier)

1DX 9539Am Sonntag starteten die Kata-Disziplinen der Leistungs- und Masterklasse. Bei den Herren suchte man die Erstplatzierten vom letzten Jahr vergebens. Der größte Favorit, Laurenz Berner, hatte eine Woche davor erst bei der U21 Europameisterschaft einen Einsatz, Philipp Takano hat sich beruflich weiterentwickelt und konnte den Termin nicht wahrnehmen. Dafür kommen viele neue Athleten aus dem Juniorenbereich nach und vereinzelt sah man Teilnehmer wie z.B. Roland Aschenbrenner aus der Masterklasse am Start bei den Youngsters. Im Kata Finale standen sich die zwei Unterfranken Nawapon Pattanasako und Lukas Grimm gegenüber. Beide traten für den SV Unsu Karate Mömlingen e.V. an und schlussendlich war es Lukas der mit 5:0 die klare Mehrheit hatte.
 
Bei den Damen gab es eine höhere Leistungsdichte, da neben den drei Mädels vom Kata-Team der KG Erding/Mömlingen, noch die amtierende bayerische Meisterin Martina Resch an den Start ging. Im letzten Jahr mussten sich Fabienne Dyroff (SV Unsu Karate Mömlingen e.V.) und Susanne Beinvogl (TSV Erding) noch mit einem 3. Platz begnügen. In diesem Jahr standen sich nun beide nach spannenden Begegnungen im Finale gegenüber. Knapper hätte eine Entscheidung nicht ausgehen könnten, als die Kampfrichter mit 3:2 Flaggen das Votum für Fabienne abgaben. Somit ging eine weitere Kata-Goldmedaille nach Unterfranken.

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Beide durften sich dann nochmal gemeinsam mit Lisa Kirchner freuen, als das Trio der KG Erding/Mömlingen im Finale der Kata-Team Wettbewerbe ein klares 5:0 gegen die Mädels aus Höhenkirchen einholten. „Eigentlich hätten wir voll Bock auf Bunkai, könnte man uns disqualifizieren, wenn wir spontan unsere Anwendung zeigen?“, witzelten die drei noch vor dem Finalstart, beließen es dann aber doch bei der eigentlichen Kata-Vorführung. Gerade in einer Kata-Mannschaft ist ein harmonisches und vertrauensvolles Miteinander sehr wichtig, so dass dieses Team alle Voraussetzungen für einen Erfolg an der Deutschen Meisterschaft Anfang April mitbringt.

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Der SV Unsu Karate Mömlingen hat es der Kata Herren Mannschaft (N. Pattanasakoo, M. Gröschl, J. Thierolf) zu verdanken, dass eine weitere Goldmedaille nach Unterfranken ging, nachdem sich diese im Finale gegen das Team aus Burglengenfeld durchsetzen konnten.

Damit war Vereinstrainer Mohammed Abu Wahib mit dem SV Unsu Karate Mömlingen an alle vier Goldmedaillen in der Kata Leistungsklasse beteiligt: „Für mich ist es ein erstmaliger Erfolg, alle vier 1. Plätze in der Kata Leistungsklasse von meinem Dojo zu belegen. Die monatelange und intensive Vorbereitung, die sicherlich auch mit Höhen und Tiefen verbunden war, und die aufgebrachte Geduld und Motivation seitens meiner Athleten und mir haben sich ausgezahlt.“ Die großen Erfolge erbrachten ihm auch einen ersten Platz im Medaillenspiegel vom Sonntag und einen zweiten Platz im Jugend & Juniorenbereich am Samstag. „Ich bin schon sehr stolz und zufrieden als Heimtrainer. Klar gibt es immer noch Luft nach oben. Niemand ist perfekt. Jetzt heißt es jedoch wieder “the training goes on“, denn die Konkurrenz schläft nicht und bis zu den Deutschen Meisterschaften der jeweiligen Altersklassen liegen noch harte und intensive Trainingseinheiten vor uns, um weiter an den Leistungen zu feilen“, so Momo.


BM 2017 Kata LK Weib KF 3 Pool A  Sonntag 18.02.2017 | by Axel Krusch


In der Kumite-Disziplin wurde es bereits bei den Herren Mannschaftsbegegnungen sehr hitzig. Zugespitzt hatte sich die Spannung, als der Lokalmatador aus Waldkraiburg gegen den Jungs von der Kampfgemeinschaft KG Südbayern im Finale gegenüberstand. Trotz teils dramatischer Begegnungen mussten sich die Herren aus Waldkraiburg beugen. Bei den Damen waren es die Oberfränkischen Mädels vom KD Naila, die sich im Finale erfolgreich gegen das Team aus Straubing behaupteten.

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In den Einzeldisziplinen fehlten leider unsere Cracks wie z.B. Johannes Krefting oder Heinrich Leistenschneider, die ihre aktive Wettkampfkarriere beendet haben. Dafür hatten nun andere in deren Gewichtsklasse die Chance auf eine der begehrten Goldmedaillen. Im Vergleich zum Vorjahr konnten lediglich Eva Roßner (KC Münchberg) und Alexander Schmitt (KD Untermerzbach) ihre Meistertitel verteidigen. Nachdem Meryem Yildirim im letzten Jahr aufgrund einer Einladung zum Bundeskadertraining absagen musste, war sie in diesem Jahr wieder voll dabei und kämpfte sich in ihrer Gewichtsklasse +68kg bis zum Titelgewinn durch. Daneben stand auch noch Nico Drexel mit Gold am Siegertreppchen, der ein würdiger Nachfolger für Heinrich auch im Nationalteam sein wird. Außerdem gibt es Hoffnungsvolle Newcomer wie z.B. Julien Akgün (Asia Sports Waldkraiburg) oder Emre Cakir (Polizei-SV Augsburg e.V.) die an der kommenden Deutschen Meisterschaft hoffentlich auch ihr großes Potenzial zeigen können.

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Masterklasse

Die Masterklasse ist auf dem Vormarsch. Nachdem nun seit einem Jahr die sog. „Masters“ im BKB gegründet wurde, lebt diese Gruppierung immer mehr auf. Brigitte Kraußer koordiniert und plant mit Unterstützung von Andreas De Sario und Andrej Oder verschiedene Vorbereitungslehrgänge. Kurz vor der Bayerischen Meisterschaft fand in den Räumen des Bundesstützpunktes des DKV Kakenko Hersbruck ein solcher Lehrgang statt, der auf viel Resonanz traf. Auch Präsident Wolfgang Weigert überzeugte sich vor Ort von den Fortschritten dieser neuen Leistungsgruppe. Er erklärte in Zusammenarbeit mit Gitti Kraußer die zukünftig geplanten Schritte und möchte die „Masters“ auch im DKV fest installieren. Das anschließende Training wurde durch Andreas De Sario und Franz Fenk geleitet, um die anwesenden bestens für die anstehende Bayerische Meisterschaft vorzubereiten.

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Bild Corinna Beitler


Das Engagement der Verantwortlichen zahlt sich auch langsam aus, denn in diesem Jahr kamen über 100 Teilnehmer aus 32 Vereinen, um bei den „Masters“ an den Start zu gehen. Durch die neuen Gewichtsklassen (Alt Ü30, Ü40, Ü50 etc.) mit der Einteilung in Ü30, Ü35, Ü45, Ü55, Ü65 etc. – verschoben sich auch die Favoriten in den Gewinnerlisten zum letzten Jahr. Der älteste Teilnehmer war Peter Rammelmayr vom ESV München, der sich mit seinen 74 Jahren in Kata und Kumite seiner Konkurrenz stellte und dafür einen 3. Platz und einen Vizemeistertitel mit nach Hause nehmen durfte.

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Manche Kategorien mussten allerdings auch wegen Mangel an Meldungen ausfallen. Hier wären vor allem die Damen gefragt, die in den Kumite-Klassen momentan noch etwas rar gesät sind. Daneben gab es aber erfreulicherweise andere hoch besetzte Kategorien, wie z.B. bei der Kata männlich U45 gab es mit 17 Teilnehmern fast mehr Zulauf, als in der Leistungsklasse. Als Sieger ging hier letztendlich Massood Salehiaus vom KD München 1 e.V. hervor. Im Kumite waren die Herren Ü35 +80kg voll besetzt, welcher am Ende Stefan Dragnef vom 1. Kemptner KD dominierte. Selbst die Verantwortliche „Gitti“ Kraußer ließ es sich nicht nehmen und in ihrer Kumite-Klasse Ü45 mitzumischen und holte sich dort verdient die Goldmedaille. Auch bei der neuen Ü65 Kumite-Disziplin der Herren gab es zwei Teilnehmer, die sich sehr motiviert, aber diszipliniert präsentierten. Letztendlich holte sich Herberth Woidich (Mühldorf) vor Peter Rammelmayr (ESV München) seinen ersten Platz am Podest.

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Gerade an der Siegerehrung konnte man sehen, dass alle anwesenden Teilnehmer bereits einen Sieg errungen haben, einen Sieg über sich selbst und den sog. „inneren Schweinehund“. Man sollte jedem Respekt entgegenbringen, der sich vor allem im hohen Alter noch solch einem mentalen und physischen Druck aussetzt. Daneben existiert bei den „Masters“ ein neues Zusammengehörigkeitsgefühl. Die gegenseitige Unterstützung und das freundliche Miteinander bestätigt das bisher geleistete Engagement, so das der eingeschlagene Weg von den Verantwortlichen konsequent weitergeführt werden kann.


 

Fazit:

Insgesamt ging die Bayerischen Meisterschaften sehr ruhig und nach Zeitplan von statten. Das Ärzteteam hatte einige Einsätze, aber letztendlich gab es keine schweren Verletzungen.

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Im Kampfrichterbereich hatte Franz Ippisch und sein Stellvertreter Anton Gunnar stets ein wachsames Auge auf ihre Kampfrichterriege. Seit diesem Jahr sind auch einige Neuerungen im Wettkampf-Regelwerk zu tragen gekommen. Die wichtigste Änderung ist die Einführung des sog. „Senshu“, der Vorteil der ersten alleinigen Wertung. Für die Athleten/innen bedeutete das, dass bei Punktegleichstand nach Ablauf der regulären Kampfzeit der Kämpfer gewinnt, welcher die erste alleinige Wertung im Verlauf erzielt hat. Mit anderen Worten: Als erstes eine Wertung zu erzielen, ist jetzt ein großer Vorteil, da man sich so für den Fall eines Punktegleichstandes bei Kampfende automatisch den Sieg sichert. Auch fanden an der Bayerischen Meisterschaft wieder Prüfungen für Landeskampfrichter statt. Erfolgreich bestanden haben hier die B-Lizenz Catalano Veronica (Shogun Memmingen) und Hollerith Florian (TSV Pliening-Landsham). Die Kumite A-Lizenz erhielten Morgenroth Sebastian (Karate-Dojo Untermerzbach), Blos Matthias (Funakoshi Lauf), Islam Yasin (Unsu Mömlingen) und Uslu Ilter (Shogun Memmingen). Herzlichen Glückwunsch zur bestanden Prüfung!

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Die Wettkampfkommission leistete an diesen zwei Tagen hervorragende Arbeit und konnte trotz den sehr vielen Meldungen die Meisterschaft in einem vernünftigen Rahmen durchführen. Allerdings liegt es Walter Sosniok am Herzen, dass dieser während der Präsentation zur Siegerehrung nicht gestört wird. Es kam vermehrt vor, das diverse Reklamationen während den Ehrungen an ihm herangetragen wurden, was letztendlich den Ablauf der Moderation behindert. Das Ausrichterteam ist trotz der vielen Arbeit, die an solch einem Event aufkommt immer noch motiviert. „Meine Leute haben schon zugesagt, dass wir gerne wieder dabei sind, wenn wir gebraucht werden“, so Vereinsleiter Adnan Akgün. Allen Starterinnen und Startern die sich den weiten Weg nach Neumünster im April machen, bereits jetzt viel Erfolg und das bekanntlich wichtige Quäntchen Glück.

Bericht und Bilder
Melanie Feldmeier