Aus Kata-Marathon wird „Faszination Kata“

kata marathonBeeindruckender Teilnehmeransturm! Burglengenfeld. Zum 12. Mal wurde der sogenannten BKB Kata-Marathon in der angenehmen Stadthalle in Burglengenfeld veranstaltet, diesmal allerdings unter einem neuen Titel: „Faszination Kata“!

Warum? Nachdem der Hessische Karate Verband ebenfalls seit Jahren in Lich einen Kata-Marathon abhält und sich diesen Namen hat schützen lassen, wurde der BKB angehalten, sich um eine neue Begrifflichkeit zu bemühen.

Der Inhalt und die Beliebtheit dieses bewährten Events ist allerdings gleichgeblieben und so kamen am 22. April 2017 über 150 Karatekas in die Oberpfalz. Selbst aus anderen Bundesländern wie Sachsen oder Berlin reisten einige Teilnehmer an.

Das Trainer-Trio mit Franz Fenk, Fritz Oblinger und zum ersten Mal Mohammed Abu Wahib sorgten wieder für ein interessantes und abwechslungsreiches Programm. Außerdem kümmerten sich die Organisatoren Karlheinz Heider und Vereinsleiter Ludwig Krottenthaler vom Karate Dojo Burglengenfeld vorbildlich um die Belange bzw. Verpflegung der Karatekas.

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Für Kata-Landestrainer Momo Abu Wahib war es eine Premiere im Trainerteam dabei zu sein und darauf ist er sehr stolz. „Es ist eine Ehre für mich, mit meinem ehemaligen Landestrainer Franz Fenk bei dem ich 2010 – 2014 im Kader lernte, in einer Reihe zu stehen. Franz hat sogar in meiner Einheit als Teilnehmer mitgemacht“, freute sich Momo. „Insgesamt ist es ein sehr gutes Niveau und eine super Stimmung unter den Leuten. Für mich war es auch wichtig, dass Mitglieder des Junioren-Kaders anwesend sind, so kann ich auf meinen Leuten ein Auge drauf werfen. Auch ist dieses Event wertvoll, um mit den Heimtrainern des Nachwuchses Kontakt zu halten und sich auszutauschen. Gerade in Hinblick auf den Leistungssport nutze ich diesen Spezial-Kata-Tag als perfekte Möglichkeit der indirekten Sichtung unerkannter Talente“, so Momo. Er versuchte auch in seinem Training den Breiten- und Leistungssport zu verknüpfen und beiden Varianten gerecht zu werden. So viel trennt beide Gruppierungen gar nicht voneinander. Gerade bei der Ausführung der Kata, ist Momo das Sanchin extrem wichtig. „Kata sollte man leben,“ und forderte seine Gruppe auf die Konzentration von Anfang an bis zur letzten Bewegung aufrecht zu halten. „Wer in der Kata denkt, hat bereits verloren. Die Bewegungen müssen irgendwann in Fleisch und Blut übergehen!“

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Die über 150 Teilnehmer fuhren mit unterschiedlichen Beweggründen oder Motivation nach Burglengenfeld. Für die meisten stand aber die Auswahl der Trainer an erster Stelle. Gerade wegen Fritz Oblinger und Franz Fenk im Doppelpack kommen die Leute immer wieder gern in die Oberpfalz. Vom Verein Illertissen machten sich sogar 15 Karatekas am Weg und nutzten im Anschluss die Gelegenheit in Regensburg einen kulturellen Abstecher zum „Kneitinger Gasthaus“ zu machen. Ben aus Illertissen gefällt vor allem die Abwechslung an diesem Tag: „Jeder Trainer macht seine Einheit unterschiedlich in den Darstellungen und Ansichten. Man bekommt auf einem Tag eine geballte Fachkompetenz.“ Auch der Verein Herbertshofen war mit drei Leuten vor Ort. „Wir sind schon öfters da gewesen und fahren generell gerne auf Lehrgängen bei Franz und Fritz. Auch bei Momo wollten wir mal trainieren,“ so Peter. Für den DJK Beucherling ist dieser Tag schon fast wie eine kleine Tradition. „Wir sind schon immer mit einigen Leuten hier,“ so Karl. Mit „Gute Trainer, gute Verpflegung und das Treffen guter Bekannter,“ brachte es Evi auf den Punkt, warum sich ein Besuch beim BKB Lehrgang Faszination Kata lohnt!

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Erfreulich war vor allem auch, dass die Unterstufe sehr gut vertreten gewesen ist. So konnten die hochrangigen Referenten hier ebenso ihr großes Wissen umfangreich vermitteln. „Ich möchte, dass die Leute motiviert und glücklich nach Hause gehen,“ so Momo, der seinen Tag in der Oberpfalz sehr genossen hat. Somit freuen wir uns schon auf ein Wiedersehen in Burglengenfeld 2018 mit dem BKB Event Faszination Kata.

Bericht und Bilder:
Melanie Feldmeier