Fudoshin-Ryu

Christopher Kath
Referent Fudoshin-Ryu

Arabellastr. 12
81925 München

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Gegründet wurde die Stilrichtung 2002 von Shihan Wolf-Dieter Wichmann, 7. Dan, Bremen (Werdegang unten).

Im Bemühen um eine Anerkennung unserer Stilrichtung im DKV verzichteten wir im Frühjahr 2006 auf den Zusatz "SHOTOKAN" beim Stilrichtungsnamen, um nicht unnötigen Streitpunkten mit der Stilrichtung Shotokan den Weg zu bereiten. Es ist ja unser Betreben, die unten beschriebenen Prinzipien in einer konstruktiven Atmosphäre neben allen anderen Aktiven im BKB und im DKV zu trainieren und dabei in einem Miteinander für die beiden Verbände einzutreten und diese zu fördern. So wurde von den Stilrichtungsvertretern der drei Landesverbänden, in denen sie anerkannt ist, im Einvernehmen mit dem Stilrichtungsbegründer beschlossen, den Namen auf "FUDOSHIN-RYU" zu ändern.

Beweggründe zur Gründung der Stilrichtung im DKV
Der Stilrichtungsbegründer beobachtete im DKV über Jahre den Trend, dass das von der Mehrheit der DKV-Mitglieder ausgeübte Shotokan-Karate in seinen Grundlagen laufend wesentlich verändert wurde.


Als Bezugspunkte des traditionellen Shotokan-Karate hielt er 2002 für die neue Stilrichtung folgende wesentliche Inhalte fest:

  • körperliche Arbeit an den geistigen Elementen (der eigenen Verhaltensweise)
  • Wachheit des Geistes und Fitness des Körpers
  • Befähigung zur Selbstverteidigung (auch in mentaler Form)
  • Vorrang des Trainings vor dem Wettkampf (Trainieren von Karate unter dem Aspekt der Technikoptimierung, die optimale Einheit von Geist und Körper) und nicht dem Erzielen von Wettkampferfolgen
  • Das Bemühen, um Werte wie Respekt vor dem Trainingspartner und den Lehrern, Rücksicht auf Schwächere und nicht so Fortgeschrittene, Aufgabe egoistischer Eitelkeiten zur inneren Fortentwicklung
  • Vertiefung der geistigen Aspekte des Karate durch Erreichen einer höheren geistigen Reife mittels Training


Er meinte 2002 in etwa: Im "Fudoshin-Ryu" geht es vor allem um den Erhalt der alten Shotokan-Traditionen in Inhalt und Training unter Einbezug der geistigen Erfahrungen des Budo. Eine Orientierung am modernen Wettkampf wird ausdrücklich nicht angestrebt. Ziel von SFR ist die eindeutige Ausrichtung an den ursprünglichen Idealen eines Shotokan-Karate, unter Aufgabe der Entwicklung zu einer "Sportart".

Der DKV muss sich am Zeitgeist orientieren und insgesamt den Weg gehen, Karate für eine breite Publikumsschicht interessant und zugänglich zu machen. Eine eindeutige Identifikation des Shotokan-Karate im oben beschriebenen Sinn, kann daher nicht die oberste Priorität sein. Um die ursprünglichen Inhalte des Shotokan-Karate zu erhalten, wurde daher die neue Stilrichtung FUDOSHIN-RYU gegründet.

Die Lehrer und Prüfer sollen ihre bisherigen Funktionen beibehalten und ausfüllen. Wer bisher "Shotokan" betrieben hat, soll das auch weiter bei Fudoshin-Ryu tun können. Wer in der neuen Stilrichtung beginnt oder sich ausschließlich daran orientiert, geht seinen Karateweg bei Trainern und Prüfern der neuen Stilrichtung.


Weitere Entwicklungen
Am 31.3.2002 wurde die Stilrichtung auf der Wewelsburg gegründet (Gründung www.budo-club.de/fudoshin-ryu ) und dann im LV Bremen anerkannt. Am 28.11.2004 wurde sie in Bayern anerkannt und ist damit in zwei Landesverbänden etabliert.

Am 19.2.2005 fand die konstituierende Sitzung mit den BKB-Dojovertretern in Mömbris statt. Zur Idee, diese Stilrichtung zu gründen, wurde bei unserer Versammlung von W.-D. Wichmann folgendes ergänzt bzw. konkretisiert: Den ständigen Veränderungen der Shotokan-Katas, der Wertungskriterien bei Wettkämpfen, usw. sollte eine Plattform entgegengesetzt werden, auf der traditionelles Shotokan-Karate weiter vertieft werden kann. Im Vordergrund soll das gemeinschaftliche Trainieren und die persönliche Weiterentwicklung in einer familiären Atmosphäre stehen und nicht die Ausrichtung auf Wettkämpfe im Sportkarate oder das "Siegen".

Ein Ziel ist es zwar auch, Turniere durchzuführen, jedoch dient dies dem Ansporn und gegenseitigen Vergleich um sich technisch und charakterlich zu entwickeln. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der eigenen Entwicklung, der gemeinschaftlichen Erfahrung und nicht auf der Erringung von Titeln. Wir wollen dabei in alter Tradition nach dem Shobu Ippon-System werten. Katas sollten in traditioneller Art gezeigt und gewertet werden. D.h. der Schwerpunkt sollte wieder mehr auf Kime und Sinn und Absicht der Bewegungen liegen, statt wie in den letzten Jahren zunehmend üblich, auf immer mehr Geschwindigkeit und Akrobatik. Dabei wollen wir uns jeweils auf dem Boden der DKV- und BKB-Satzung bewegen. Wer zusätzlich z.B. Katas in der modernen Sportwettkampfform trainieren und an diesen teilnehmen möchte, der soll dies tun können.

Reinhard Döhnel
Stilrichtungsreferent Fudoshin-Ryu