Goju-Ryu

portrait_tobiasschweizerTobias Schweizer
Referent Goju-Ryu

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Eine der 4 großen japanischen Karate-Stilrichtungen. Ihr scheinbar paradoxer Name (Go = stark, männlich; Ju = weich, sanft, weiblich) weist auf ihre Ursprünge hin, dem sanften chinesischen Chuan Fa (Kung Fu) und dem harten, starken Okinawa-Te. Begründer des Stils war Higaonna Kanryo aus Okinawa, der "Heilige des Fausschlags". Miyagi Chojun (Kyoto), der bei Higaonna lernte, entwickelte die Schule weiter und benannte sie Goju-Ryu, als er sie 1935 in Japan vorstellte. Yamaguchi, die "Katze", verbreitete den Stil außerhalb Japans. Die Stellungen haben eine Zentrierung der Körpermitte zum Schwerpunkt, die Wege sind kurz. Auf harte Angriffe erfolgt "weiche", ausweichende Abwehr.

Aus: Karate - die offiziellen Regeln, Falken-Verlag


Historie:

Kanryo Higaonna (1853 - 1916) unterrichtete in Okinawa die Kampfkunst Naha-Te. Er lernte Nampa Shorinken in China (Fuzhou) bei Ryu Ryu Ko. Chojun Miyagi (1888 - 1953) war einer seiner Schüler. Er ging nach dem Tod Kanryo Higaonnas ebenfalls nach China um dort die Kampfkünste zu studieren. Nach seiner Rückkehr nach Okinawa wurde Chojun Miyagi in Japan sehr berühmt und er gab Unterricht an Universitäten und Demonstrationen seiner Kampfkunst. Sein damaliger Schüler Shinzato führte 1928 vor dem Prinzen des Japanischen Kaisers das Naha-Te vor und wurde dort nach dem Namen der Kampfkunst gefragt. Zum damaligen Zeitpunkt gab es aber noch keinen Stilrichtungsnamen. Chojun Miyagi dachte, dass seine Kampfkunst einen Namen benötigt und er zog das Buch Shorinken Hakutsurumon BUBISHI heran und gab 1930 seiner Kampfkunst den Namen GO JU RYU. Er ließ sich dabei von dem Satz Ho-Goju Donto (alles im Universum atmet hart und weich) inspirieren.


Stilrichtung:

Goju-Ryu Karate-Do (zu deutsch: die hart-weiche Schule der leeren Hand, go = hart, ju = weich, Kara = leer, te = Hand) ist ein typischer Stil der Naha-Schule, welche vor der eigentlichen Verbreitung des Karate zu den drei klassischen Richtungen (Naha-te, Shuri-te und Tomari-te) des Ryukyu Kempo auf der Insel Okinawa zählte. Naha, die Hauptstadt von Okinawa brachte arttypische Charakteristika des Ryukyu Kempo (der Name der Kampfkunst, bevor sich daraus der Name Karate entwickelte) hervor, die sich im wesentlichen von Shuri-te und Tomari-te durch folgendes unterschieden: kraftvolle Bewegungen, stabile Fußstellungen, harte Körperschule (Abhärtung, Ausdauer, Standfestigkeit) und betonte Atmung.

Tobias Schweizer