12.09.2017 - DOSB sucht Karate-Trainer für humanitäres Projekt

Selbstverteidigungs-Workshop: Trainer/in „Sport für Entwicklung im Bildungsprogramm für syrische Flüchtlinge und aufnehmende Gemeinden, Türkei“ gesucht

DOSB - Der seit fünf Jahren andauernde Konflikt in Syrien stellt insbesondere die angrenzenden Nachbarländer unter große Herausforderungen. Im Zuge von Flucht vor gewaltsamen Konflikten und Menschenrechtsverletzungen hat die türkische Regierung in den letzten Jahren 2,7 Millionen syrische Flüchtlinge aufgenommen. In Gaziantep, einer Provinz im Südosten der Türkei, besuchen mehr als 30.000 Kinder und Jugendliche derzeit keine Schule bzw. haben keinen Zugang zu qualitativ guter Bildung. Hier soll der Sport als bewährtes Medium formaler und non-formaler Bildung ansetzen.
Im Sport kommen Menschen unabhängig von ihrer Herkunft, ihren Sprachkenntnissen, ihres Alters oder ihres sozialen Hintergrunds zusammen, wodurch sprachliche und kulturelle Barrieren überwunden werden können. Sportangebote aus den Bereichen Selbstverteidigung und Selbstbeherrschung sind daher bewährte und effektive Mittel für die Arbeit im Flüchtlingskontext, denn sie stärken das Selbstbewusstsein und vermeiden Gewalt im Alltag.
In Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) setzt der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) das Vorhaben „Sport für Entwicklung Türkei“ in Gaziantep um. Ziel des Vorhabens ist es, Multiplikator/innen auszubilden, die Sport und Bewegungsangebote an Gemeinden und Schulen initiieren um den sozialen Zusammenhalt zwischen syrischen Flüchtlingen und den türkischen aufnehmenden Gemeinden zu stärken. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Ausbildung und Förderung weiblicher Teilnehmer/innen.
Für die Planung und Durchführung eines geplanten Workshops suchen wir eine/einen engagierte/n
Trainer/in im Bereich Kampfsport
mit folgendem Anforderungsprofil:

  • Trainer/in-Lizenz(en) im Bereich Kampfsport (Ju Jutsu, Judo, Karate, Aikido, Taekwondo)
  • Trainer/inerfahrung in vergleichbarem Aufgabengebiet (im Kontext von Fluchtmigration)
  • Hohes Maß an Kommunikationsfähigkeit und Organisationsfähigkeit
  • gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift (Arabisch und/oder Türkisch von Vorteil)
  • Zeitliche Verfügbarkeit vor/während des unten genannten Zeitraums des Workshops
  • Bereitschaft zur Reisetätigkeit nach Gaziantep/Şanlıurfa und interkulturelles Bewusstsein

Im Vordergrund des Workshops steht die Vermittlung von Selbstvertrauen und Selbstsicherheit als integratives Element und Instrument der interkulturellen Begegnung im Flüchtlingskontext. Weitere Punkte sind die Verbindung von Selbstbehauptung und Life Skills, Gesundheit, Gleichberechtigung, Gewaltprävention und Inklusion.
Zeitraum des Workshops:
November 2017 (eine Woche bis 10 Tage) in Gaziantep und Şanlıurfa, Türkei.
Sollte dieses Projekt Ihr Interesse geweckt haben, melden Sie sich bitte mit einem kurzen Lebenslauf bei Sevda Akgün (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Tel.: 069 6700-248).