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20.06.2016 - Deutsche Meisterschaft Jugend, Junioren & U21

Erfurt – Auch dieses Jahr reisten wieder viele Karateka in die thüringische Landeshauptstadt um die deutschen Meister in den Kategorien Jugend, Junioren und U21 zu ermitteln. Insgesamt 857 Athletinnen und Athleten aus 235 Vereinen hatten sich dafür am 11. und 12. Juni in der Erfurter Messehalle eingefunden.

Am Samstag wurden zunächst die Begegnungen der Junioren und U21 ausgetragen. In Kata der Junioren männlich schafften es Sven Meschke aus Aschaffenburg und Kevin Schinköthe aus Kempten bis in Poolfinale. Dort duellierten sich die beiden Bayern um den Einzug ins Finale. Kevin konnte die Begegnung für sich entscheiden und zog in die letzte Runde ein. Dort stand ihm einmal mehr Moris Tellocke gegenüber. Dieser konnte sich wie im Vorjahr den Titel gegen Kevin erkämpfen. Sven hatte noch die Chance auf Bronze. Trotz guter Leistung unterlag er leider knapp mit 2:3 Fahnen. Im Einzel der U21 wollte der letztjährige Champion Laurenz Berner aus Durach seinen Titel verteidigen. Aufgrund einer durchaus zweifelhaften Entscheidung verlor er jedoch die erste Begegnung mit 2:3. Da sein Kontrahent das Finale erreichte, bot sich ihm aber noch die Chance auf den dritten Platz. Souverän und ohne einzige Gegenstimme konnte Laurenz die übrigen Begegnungen für sich entscheiden und wurde somit Dritter.

Laurenz Berner

Bei den Kata Teams weiblich hatten gleich mehrere bayerische Formationen Chancen auf einen Podestplatz. Das Team aus Straubing musste sich erst im Halbfinale den späteren Siegerinnen aus Erfurt geschlagen geben. Es erkämpfte sich im kleinen bayerischen Finale gegen Kempten den dritten Platz. Auch die Kampfgemeinschaft Höhenkirchen-Augsburg schaffte es bis ins Halbfinale. Im Kampf um Platz drei musste sich das erst vor Kurzem neu formierte Team geschlagen geben und wurde Fünfter. Bei den Jungen hatte Poing gute Chancen auf eine Medaille. Leider unterlief ihnen während der Kata ein Fehler, was sie den dritten Rang kostete. Zusätzlich belegte das Team vom ASV Niederndorf den siebten Platz.

KD Straubing

Bei den Kumite Jungen +76 kg kämpfte sich Anatol Terengin aus Traunreut mit guten Techniken von Runde zu Runde. Im Halbfinale verlor er unglücklich gegen einen Athleten aus Schleswig-Holstein. Davon ließ er sich jedoch nicht entmutigen und sicherte sich noch den dritten Platz. Sein großer Bruder Wladimir startete in der Kategorie U21 +84 kg und wollte auch auf das Treppchen gelangen. Er belegte ebenfalls den dritten Platz und holt so zum wiederholten Mal Edelmetall auf einer deutschen Meisterschaft. Für Traunreut gab es an diesem Nachmittag schließlich noch eine Medaille zu bejubeln. Maxim Borger startete dieses Jahr zum ersten Mal in der Alterskategorie U21 und konnte sich in der Gewichtsklasse -75 kg prompt den dritten Rang erkämpfen. Nach seinem Vizemeistertitel im letzten Jahr bei den Junioren war diese Platzierung ein erneuter Beleg für seine guten Leistungen. Bei den Damen hielt Latifa Islam die Fahne hoch. In der Kategorie U21 -50 kg konnte sie sich trotz eines starken Pools einen Platz auf dem Podium erkämpfen. Der dritte Platz der Athletin aus Mömlingen war die einzige Kumitemedaille einer weiblichen Starterin an diesem Wochenende für die BKJ.

Das Highlight des Wochenendes hielt Wolfgang Faber bereit. Letztes Jahr hatte der Coburger noch die Jugendkonkurrenz dominiert und musste sich jetzt in der nächsthöheren Altersklasse beweisen. Mit einer sehr souveränen Vorstellung konnte er sich erneut für das Finale am Abend qualifizieren. In einem taktisch geprägten Kampf gelang Wolfgang schließlich gute zehn Sekunden vor Schluss der entscheidende Punkt. Diesen Vorsprung ließ er sich nicht mehr nehmen und krönte sich im zweiten Jahr in Folge zum Deutschen Meister.

Wolfgang Faber

Am Sonntag galt es noch die deutschen Meister der Jugend zu ermitteln. Hier taten sich vor allem die Kata Jungen hervor. Loris Weinreich vom Shugokan München blieb trotz einer hervorragenden Leistung der Finaleinzug verwehrt. Die Kampfrichter entschieden sich mit 3:2 für seinen Konkurrenten. Alessio Roth und Sajjad Islam scheiterten bereits früh in ihrem jeweiligen Pool. Da beide gegen die jeweiligen Finalgegner verloren, bot sich ihnen die Chance auf Platz drei. Sajjad konnte in der Trostrunde alle Kämpfe gewinnen und sicherte sich Bronze. Im anderen kleinen Finale standen sich sein Vereinskamerad und Loris gegenüber. Alessio triumphierte und sicherte sich so ebenfalls den dritten Platz.

In den Kumitekämpfen gab es zunächst keine Medaillen zu vermelden. Trotz einiger fünfter Plätze fehlte den bayerischen Athleten oft das letzte Quäntchen Glück. In der Kategorie -63 kg konnte sich schließlich Niklas Betz aus Vohburg auszeichnen. Mit einer starken Vorstellung kämpfte er sich bis ins Halbfinale vor. Dort scheiterte er leider, hatte in der Trostrunde aber noch die Chance auf Platz drei. Diese ließ sich Niklas nicht mehr nehmen und sicherte sich souveränen seinen Platz auf dem Podium.

Savas Niklas Adnan

Bericht und Bilder:
Jan Weikmann

Alle Bilder gibts im BKB Fotoalbum...