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28.09.2016 - Interview Heinrich Leistenschneider anlässlich der German Open

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Melanie: War das nun deine letzte German Open als Nationalkadermitglied?

Heinrich: Also nach der WM in Linz werde ich auf jeden Fall mit der Nationalmannschaft Schluss machen. Wenn man nicht mehr in der Nationalmannschaft ist und auch nicht das Bestreben hat dort rein zu kommen, sind Premier League Turniere einfach sehr sehr hart. Man hat bei dieser Konkurrenz nur ne winzige Chance durchzukommen als Nichtprofi. Aber auf nationaler Ebene im Bayernkader und kleineren internationalen Turnieren mache ich ja noch weiter. Wenn ich Lust verspüre und mich fit genug fühle für ne German Open will ich es nicht ausschließen jemals wieder dort zu starten.


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Melanie: Wie fandest Du die German Open?

Heinrich: Die GO empfand ich als sehr gut organisiert und bei dem Rekordteilnehmerfeld von fast 1200 Startern war mir klar, dass da alles passen muss, um vorne dabei zu sein. Aber wenn man nur Runde für Runde denkt und alles gibt, ist im Karate alles möglich. So ging ich auch auf die Tatami. Die ersten beiden Runden hatte ich bereits starke Gegner aus Bosnien und der Türkei, welche ich gut im Griff hatte. Gegen den Kanadier in der dritten Runde musste ich einem Rückstand nachlaufen, was immer schwierig ist auf diesem Level und verlor knapp. Ich hatte ein sehr gutes Gefühl bei meinen Techniken. Bis zur WM wird aber noch weiter daran gearbeitet. Es steht jetzt noch ein Wettkampf, die Croatia Open, vor der WM an. Dort können wir auch unsere Teamtaktiken noch testen, da es dort sowohl Einzel- als auch Teamdisziplinen gibt. Dann trainieren wir noch eine Woche zusammen bei BT Thomas Nitschmann in Duisburg. Das Wochenende vor der WM verbringen wir bereits in Österreich im Umland von Linz zur direkten Vorbereitung und dann geht's zusammen nach Linz zur WM. 


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Melanie: Was wirst Du mit deiner dann zusätzlich gewonnenen trainingsfreien Zeit anfangen?

Heinrich: Nach der WM wird es erst mal nicht ruhiger. Einige Lehrgangstermine als Trainer und Referent stehen dann an und natürlich rückt mein Beruf als Lehrer mehr in den Mittelpunkt. Also langweilig wirds mit Sicherheit auch dann nicht, wenn ich nicht mehr so viel trainieren muss. Ich hoffe ich kann in meiner "freien" Zeit dann auch mal in anderen Feldern des Karate als Trainer oder Kampfrichter oder Ähnliches tätig werden. Es gibt überall viel zu tun.

Danke für das Interview,
Melanie Feldmeier

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