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01.02.2017 - Wichtig: Neues Wettkampf-Regelwerk ab 1.1.2017

ZUSAMMENFASSUNG DER WICHTIGSTEN REGELÄNDERUNGEN
Gültig ab dem 01.01.2017


Es gibt zwei größere Veränderungen an den Kumite-Regeln, die am 01.01.2017 in Kraft treten
.
Beide zielen darauf ab, die Passivität zu verringern:


1. Einführung des “Vorteils der ersten alleinigen Wertung” (SENSHU).
Bei Punktegleichstand nach Ablauf der Kampfzeit gewinnt der Kämpfer, welcher die erste alleinige Wertung erzielt hat. Um SENSHU zu erhalten, muss ein Wettkämpfer die erste Wertung im Kampf erzielen, ohne dass der Gegner ebenfalls vor YAME punktet. Sollte der Gegner ebenfalls eine Wertung erzielen, haben beide Wettkämpfer im späteren Verlauf des Kampfes die Möglichkeit, noch SENSHU zu erhalten, wenn es ihnen dann gelingt, ohne Gegenpunkt zu punkten. Mit anderen Worten: Als erstes eine Wertung zu erzielen, ist jetzt ein Vorteil, da man sich so für den Fall eines Punktegleichstandes bei Kampfende den Sieg sichert. (Erklärung Anhang 3 Seite 59 – 60)

2. ATOSHI BARAKU wurde von 10 auf 15 Sekunden geändert.
Die geltenden Regeln zu Verwarnungen und Strafen während ATOSHI BARAKU bleiben unverändert.



Die meisten anderen Änderungen sind administrativer oder sprachlicher Natur oder spiegeln die gängige Praxis wider, wo sie noch nicht ausreichend Eingang in die Regeln gefunden hatte. Einige sind für Kampfrichter und Wettkämpfer besonders wichtig, so zum Beispiel:

  • 5 Minuten Pause bei Farbwechsel von Gürtel/Schutzausrüstun
  • Die Startposition für Kumite-Wettkämpfer ist jetzt in der Mitte der ihnen zugewiesenen Matte.
  • Der Hauptkampfrichter zählt die Zehn-Sekunden-Regel jetzt an seinen Fingern ab.
  • Die Autorität des Hauptkampfrichters ist nicht nur auf die Kampffläche beschränkt, sondern erstreckt sich auch auf die unmittelbare Umgebung, einschließlich der Kontrolle des Verhaltens von Coaches, anderen Wettkämpfern oder Begleitpersonen, die sich im Wettkampfbereich befinden. (Für den DKV siehe Anhang 11, Seite 69).
  • Kata-Wettkämpfer können nun bestraft werden, wenn sie die Darbietung des Gegners durch Umherbewegen stören.
  • Für den Kata-Wettkampf werden die Matten, welche gewendet wurden, um die Startposition für die Kumite-Wettkämpfer rot zu markieren, wieder zurück gewendet, um eine einfarbige Oberfläche zu bilden.
  • Die Gürtel dürfen nicht länger sein als bis zu ¾ des Oberschenkels.
  • Wettkämpfer dürfen zwei Haargummis tragen (bisher nur eines).
  • Weibliche Coaches dürfen die gleiche von der WKF zugelassene religiöse Kopfbedeckung tragen wie die Kampfrichterinnen.


Diese überarbeitete Fassung beinhaltet praktisch keine größeren Veränderungen im Kata-Bereich. Für das kommende Jahr sind hier einige Tests vorgesehen, welche vielleicht zu Kata-Regelveränderungen ab dem 01.01.2018 führen werden. Zwar sind die größten Veränderungen hier aufgelistet, aber alle sind dazu angehalten, den Anlass für eine erneute Durchsicht des gesamten Regelwerkes zu nutzen, da es auch Änderungen in den Artikeln 2, 3, 5, 7, 8, 10, 12, 13 der Kumite-Regeln sowie in den Artikeln 1, 3, 5, 6 der Kata-Regeln und in den Anhängen 1 und 3 sowie den neuen Anhang 10 gibt