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06.09.2018 - Wegweisende Spitzensport-Kooperation des BKB/DKV mit dem Bayerischen Innenministerium

polizei slideBamberg. Es war ein langer und sehr intensiver Weg, den der ehemalige Polizeioberkommissar Wolfgang Weigert beschritt, um am 05. September 2018 Vollzug melden zu können: die Unterzeichnung des Kooperationsvertrages zwischen dem DKV/BKB und dem Bayerischen Innenministerium bezüglich der Aufnahme in die Spitzensportförderung der Bayerischen Polizei.

Die Bayerische Polizei bietet dem DKV im Rahmen ihrer Spitzensportförderung ein in Deutschland bislang einmaliges Programm an. Statt der üblichen 2 ½ jährigen Ausbildung zum Polizeibeamten/in beträgt diese für die Spitzensportler fast 5 Jahre. Dafür werden sie aber jedes Jahr von März bis Oktober 8 Monate vom Dienst für ihr persönliches Training freigestellt und können die restlichen 4 Monate ebenfalls intensiv für ihr Training nutzen. Im Gegenzug muss der BKB bzw. DKV hier Stützpunkte für ein professionelles Training mit Trainer stellen.

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Einmalig für den Athleten/in ist die berufliche Absicherung, d.h. wenn die sportliche Kariere nicht mehr fortgesetzt werden kann, wird die Ausbildung zum Polizeibeamten normal weitergeführt und abgeschlossen. Hinzu kommen noch freie Heilfürsorge (Krankenkasse), ein adäquates Gehalt und die Benutzung von Dienst-Pkw für sportliche Aktivitäten. Wenn die Ausbildung abgeschlossen ist, können die sportlichen Maßnahmen in der neuen Dienststelle im selben Umfang (acht Monate Freistellung) bis zu 10 Jahre weitergeführt werden – Voraussetzung ist natürlich der sportliche Erfolg.

Zum offiziellen Termin der Kooperationsunterzeichnung lud das Präsidium der bayerischen Bereitschaftspolizei Wolfgang Weigert (DKV Präsident) und Gerhard Weitmann (BKB Leistungssportreferent) nach Bamberg ein. In einer gemütlichen Small-Talk-Runde wurde über die Vorzüge des Karatesports und die Symbiose mit dem Polizeidienst gesprochen.

„Der Leistungsdruck ist heutzutage für Spitzensportler sehr groß. Deshalb ist es uns ein Anliegen, das wir nicht nur für beruflich perfekte Bedingungen sorgen, sondern eine persönliche Unterstützung, einen sozialen Rückhalt und eine professionelle Absicherung bieten. Nicht umsonst sind wir kürzlich als – bester Arbeitgeber Bayerns – ausgezeichnet worden“, so Polizeipräsident Wolfgang Sommer. „Gerade Spitzensportler zeichnen sich durch ihr Durchhaltevermögen und ihre Leistungsbereitschaft in allen Bereichen des Polizeidienstes aus. Uns ist wichtig, dass die jungen Leute vernünftig in der Öffentlichkeit auftreten!“

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Wolfgang Weigert betont nochmal, wie wichtig der gegenseitige Respekt im Karatetraining oder im Wettkampf ist, so dass die Voraussetzungen im Polizeidienst wohl nicht besser sein könnten. Als Grundlage für diese Kooperation gibt es mit Hersbruck, Mömlingen, Augsburg & Poing in Bayern nun vier regionale Leistungssportstützpunkte, bei welchen die geförderten Athleten/innen im Polizeidienst regelmäßige solide Trainings in Kata & Kumite erhalten.

Neben dem Spitzensport wird auch unser Breitensport bei der Bayerischen Polizei gefördert: das private Karatetraining wird als Dienstsport anerkannt, genießt Dienstunfallschutz und wird im Monat mit bis zu vier Überstunden angerechnet.

„Jetzt brauchen wir nur noch ihre interessierten Sportlerinnen und Sportler,“ kommentierte der anwesende Polizeidirektor Gerd Engling amüsiert und ist positiver Dinge in Bezug auf unseren Karateverband. „Mit dieser Kooperation ist uns ein weiterer großer Schritt der gesellschaftlichen Anerkennung im Spitzen-, wie im Breitensport gelungen“, schloss Wolfgang Weigert die Unterzeichnung des Vertrages ab und freut sich auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit.

Bericht und Bilder:
Melanie Feldmeier

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