Jonas Abu Wahib glänzt auf internationaler Bühne

Abu Wahib slideBayern sammelt auf der K1-Youth League und dem U21-Cup internationale Erfahrungen

Bayern mit einer guten Vorstellung auf K1 Youth League der World Karate Federation in Porec/Kroatien. Die bayerischen Bundeskaderathlet*innen sind vorne in den Top 10 dabei; allen voran Jonas Abu Wahib mit einem herausragenden 2. Platz in Kata Einzel.

Höchstes Niveau, internationales Setting und Weltklasse-Athlet*innen – mit diesen Superlativen lässt sich die Youth League beschreiben. Im Rahmen der offiziell vom Weltverband veranstalteten K1-Turniere legt die „Jugendliga“ den Fokus auf 12 bis 14-Jährige. Nach der Weltmeisterschaft und Europameisterschaft stellen die Youth League-Wettbewerbe und der parallel stattfindende U21-Cup die höchsten Vergleichsmöglichkeiten für die jungen Sportler*innen dar. Trotz der hohen Konkurrenz und der internationalen Klasse konnte das Team Bayern sehr gute Erfolge erzielen und international Erfahrungen sammeln.

Jonas Abu Wahib gelang eine Meisterleistung in der Klasse Kata U14: 23,06 – höchste Punktezahl in Runde 1; 24,28 – höchste Punktezahl in der zweiten Runde; 24,46 – höchste Punkteanzahl in Runde 3. Runde für Runde überzeugte er mit kraftvollen und gleichzeitig dynamischen Katas die Kampfrichter*innen. Trotz der starken internationalen Konkurrenz schaffte es Jonas, jeweils als Erster in die nächste Runde einzuziehen. Nur im Finale musste er sich sehr knapp dem Spanier Yagudin Elisey geschlagen geben und belohnte sich mit der Silbermedaille. Damit setzte unser bayerischer Athlet – der für den deutschen Bundeskader startete – ein besonderes Ausrufezeichen. Innerhalb der anwesenden deutschen Nationalmannschaft war er damit der Athlet mit der besten Platzierung; dies zeigt deutlich den Stellenwert seiner Leistung.

Unerschrocken von der internationalen Konkurrenz ging auch die bayerische Bundeskaderathletin Rita Siebert auf die Wettkampfflächen. Auch sie setzte in der ersten Runde ein Statement und gewann die Vorrunde. Mit ihrer Ohan Dai wurde sie Zweite in der zweiten Runde und kam überzeugend in die dritte Runde. In dieser Runde belohnte sie sich mit dem Einzug ins Kleine Finale. Ganz knapp musste sie sich der Belarussin geschlagen geben; Rita wurde damit Fünfte. Mit ihren gezeigten Leistungen unterstrich sie abermals ihre internationale Konkurrenzfähigkeit. In ihrer Altersklasse hat sie sich in der Spitzengruppe etabliert.

Beim U21-Cup zeigte Mika Mathes sein Können. Auch Mika startete für den Bundeskader und konnte das in ihn gesetzte Vertrauen einlösen. Mit sehr guten und aussagekräftigen Katas schaffte er den Einzug in das kleine Finale. Hauchdünn verfehlte er mit seiner perfekt ausgeführten Gojushiho Dai die Bronzemedaille: 0,13 Punkte machten den Unterschied und er erreichte so den 5. Platz. Auch wenn der dritte Platz knapp verfehlt wurde, so konnte Mika Mathes zeigen, dass in ihm ein enormes Potential steckt und mit ihm jeder Zeit international zu rechnen ist.

Katakaderporec

In die Top 10 schafften es Jessica Vlai und Leyla Özbey. Beide Bundeskaderathletinnen konnten sich zwei Runden mit starken Katas durchsetzen, schafften es dann aber sehr knapp nicht ins kleine Finale. Sie sicherten sich somit jeweils den 7. Platz. In diesem hochkompetitiven Feld gaben sie so mit der gezeigten Leistung ein Statement ab. Auch Alexandra Wolf zeigte ihr Können auf der internationalen Bühne und konnte in Kata den 11. Platz erreichen.

Kata-Landestrainer Mohammed Abu Wahib war aufgrund der bayerischen Erfolge und natürlich besonders wegen der herausragenden Platzierung seines Sohnes hocherfreut: „Wir sind auf dem richtigen Weg – ich bin stolz auf das bayerische Team“.

Das bayerische Kumite-Team konnte sich in Porec hingegen nicht durchsetzen. Nach der langen Pandemie-Phase war das Ziel von Kumite-Landestrainer Gerhard Weitmann, dass die Sportler*innen wieder internationale Wettkampfpraxis sammeln und sich auf höchstem Niveau messen können. Dies war auch Programm: Auch wenn es zu keiner Platzierung gereicht hat, haben alle Athlet*innen beherzt gekämpft und vollen Einsatzwillen gezeigt. In diesem Sinne besiegte Alexandra Wolf in der ersten Runde Italien mit 2:0, dann mit 6:0 England und konnte erst in der dritten Runde durch die Ukraine gestoppt werden. Das Kumite-Team hat insgesamt trotz fehlender weiterer Platzierungen internationale Erfahrung gewonnen, Stärke gezeigt und Schnelligkeit bewiesen.

Die Youth League ist für den bayerischen Landeskader ein wichtiger Meilenstein in der Trainings- und Wettkampfplanung. „Wir müssen uns an der Weltspitze orientieren – dies ist nur möglich, wenn wir uns international messen“, erklärt Leistungssportreferent Gerhard Weitmann die Zielsetzung. Aufgrund der unsicheren pandemischen Lage setzte der Landeskader auf ein kleines Team und legte den Fokus auf die Jugend und Junioren – natürlich verbunden mit der Hoffnung, zukünftig wieder alle Kader zu internationalen Vergleichen nominieren zu können.

Timo Lowinger
13.07.2021

Kumitekaderproec

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