03.08.2022 - Ausbildungswochenende in Oberhaching

Zwischen Tradition, Selbstverteidigung und angehenden C-Trainer*innen

Über das Wochenende vom 22.07.2022 bis zum 24.07.2022 fand die erste Präsenzveranstaltung der Ausbildungsreihe C-Trainer*in Breitensport 2022 des BKB parallel zu einem Lehrgang des Kata- Landeskaders in der Sportschule Oberhaching statt.

Obwohl sich alle Teilnehmer*innen bereits aus zwei Onlinemeetings kannten, war es doch sehr viel schöner die anderen angehenden C-Trainer*innen am Freitagnachmittag persönlich kennenzulernen und so in noch regeren Austausch über verschiedenste Trainingserfahrungen zu kommen.

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Nach dem anfänglichen Kennenlernen, ein paar organisatorischen Dingen und dem ersten Abendessen in Oberhaching ging es dann auch direkt los mit dem ersten Thema „Training für Kinder und Jugendliche“, wobei uns Sandra Aichner sehr anschaulich sowohl theoretisch, als auch praktisch Denkanstöße für das eigene Kindertraining gab, um dieses noch attraktiver und effizienter für jüngere Karatekas zu gestalten. So schnell wie der Tag angefangen hat, war er aber auch wieder vorbei und nach einer ruhigen Nacht stand am nächsten Morgen die „Geschichte des Karate“, sowie „Die verschiedenen Schule des Karate“ auf dem Programm, was durch Michael Schölz interessant dargelegt wurde. Die Tatsachen, dass Karate nicht die eine richtige Stilrichtung hat und wir Alle im Grundsatz Prinzipien lehren und gelehrt bekommen oder dass Karate auf einer sehr langen Geschichte und Tradition basiert, die wir heute natürlich nicht mehr komplett nachvollziehen und verfolgen, sondern eher nur noch interpretieren können, waren nur ein Teil der Erkenntnisse, die Einen durchaus selbst wirklich zum Nachdenken angeregt haben. So war es wirklich spannend einen kleinen Einblick in die Unterschiede, aber auch in die Gemeinsamkeiten der verschiedenen Schulen des Karate zu bekommen. Nach einem gemeinsamen Mittagessen wurden die Einheiten wieder etwas trainingsspezifischer, indem wir zunächst von Irmi Borgs sowohl eine Praxisstunde zum Thema Kata, als auch zum Thema Kihon bekamen. Dies war für das eigene Trainerdasein besonders hilfreich, da gut rüberkam wie man am besten neue Katas an eine bestimmte Zielgruppe heranbringt oder vertieft. Gleichzeitig gab es auch Tipps dazu wie man ein Grundtechniken-Training unkompliziert noch spannender gestalten kann. An dieser Trainingseinheit wusste ich besonders auch die darin enthaltene Gruppenarbeit zu schätzen, in welcher es möglich war sich Anregungen und Lehrmethoden der anderen Teilnehmer*innen anzuschauen, die teilweise durch eine andere Stilrichtung, ein unterschiedliches Maß an Trainererfahrung oder dem persönlichen Lebensalter doch sehr verschieden waren.

Anschließend an Kata und Kihon, durfte natürlich auch eine Einheit zum Kumite nicht fehlen, welche Timo Lowinger übernahm. Hierbei ging es um das große Spektrum an Fähigkeiten, die für einen Kumiteathleten wichtig sind, aber auch um Herangehensweisen für beispielsweise ein komplettes Anfängertraining oder eins für noch relativ junge Karatekas, was sich schon sehr von einem Kumitetraining im Leistungssport unterscheidet. Zum Schluss dieses ereignisreichen Tages, an dem wir alle viel mitgenommen haben, wurden uns die Grundlagen der Didaktik und Methodik durch Timo Lowinger nähergebracht, welche gerade für angehende Trainer*innen von besonderer Bedeutung sind. Am nächsten Tag stiegen wir nochmals gut erholt in das Thema „Selbstverteidigung, Gewaltprävention und Notwehrrecht“ ein, was Vielen vielleicht nicht direkt beim Thema Karatetraining in den Kopf kommt, aber mindestens genauso wichtig ist, da es unter anderem auch ein Ziel von uns Trainerinnen und Trainern sein sollte, dass unsere Schützlinge ihr Selbstbewusstsein stärken und am besten überhaupt nicht erst in eine Gefahrensituation kommen. Und wenn es doch zu einer brenzligen Situation kommt, sollen wir uns natürlich selbst behaupten können, weswegen ich die Praxisstunden zur Selbstverteidigung von Steffen Paul an diesem Vormittag sehr gewinnbringend fande, auch weil man hier klare Grundzüge des Karate wiederfinden konnte.

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Im Anschluss gab es dann noch eine gemeinsame Feedbackrunde zusammen mit unserem Aus- und Fortbildungsreferenten Momo Abu Wahib, der uns ebenfalls das ganze Wochenende über begleitet hat und nach einem letzten gemeinsamen Mittagessen, traten wir auch schon wieder die Heimreise an. In meinen Augen war dieses Ausbildungswochenende sehr gelungen, ich hatte den Eindruck alle angehenden C-Trainer*innen hatten viel Spaß und konnten Einiges für ihr eigenes Heimtraining mitnehmen oder haben viele Inspirationen gewonnen. Wahrscheinlich hätte uns noch ein wenig mehr Praxis an diesem Wochenende gut getan, da Viele doch etwas geplättet schienen durch den durchaus großen theoretischen Input, aber natürlich gehört zu einer Trainerausbildung gleichermaßen das theoretische Wissen wie die praktische Erfahrung dazu.

Somit bedanke ich mich hiermit im Namen aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer recht herzlich für das tolle Wochenende, die interessanten Beiträge der Referent*innen und die sehr gute Organisation und freue mich bereits jetzt auf den nächsten gemeinsamen Termin der Ausbildungsreihe!

Bericht:
Mona Hertwich

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