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02.06.2020 - Leitfaden und Ideen für alternative Online-Trainingsmethoden für Kinder (und Erwachsene)

Beitrag von Sandra Aichner, Landesjugendreferentin des BKB e.V.

Gerade mit den ganzen Vorschriften und Beschränkungen ist es schwierig Training zu halten – und Kindertraining noch schwieriger.

Doch wie können wir die Kids auch jetzt noch für Karate begeistern? Was für Ideen gibt es?

Hier mal eine Auswahl, der Dinge, die ich in den letzten Wochen entweder selber ausprobiert oder beobachtet habe.

Bitte denkt bei all diesen Möglichkeiten daran, es geht hier in erster Linie darum, unsere jungen Mitglieder mit neuen Impulsen zu versorgen. Es ist kein gewohntes Training und Trainingsfortschritte sind meist gering – aber der Spaß an der Bewegung und eine gewisse Grundfitness kann erhalten bleiben. Falls ihr nicht gerade mit einer Leistungsgruppe trainiert, müsst ihr hier einfach etwas entspannter denken, als im „normalen“ Trainingsbetrieb.

Trainingsvideos

Es gibt bereits eine Vielzahl an Videos, die man in den Gruppen verteilen kann. Oder man erstellt selber Videos. Oftmals muss es bei Kindern auch gar kein ganzes Training sein. Einfach ein paar Übungen aufnehmen und an die Gruppe verteilen. Trainingsanreize setzten – auch mal kleine Geschicklichkeitsübungen anbieten. Wichtig ist, dass sie einfach zum umsetzten sind und Spaß machen. Vielleicht findet ihr sogar eine Übung, die die ganze Familie ausprobieren kann.

Hier bietet sich natürlich die Homepage an, auf die man die Videos stellt. Oder aber einen Youtubekanal und ihr verlinkt von den verschieden Portalen darauf. Wer sich für Facebook entscheidet, kann eine Gruppe erstellen, somit hat Ihr den Überblick, wer mit dabei ist. Auch eine Gruppe innerhalb einer der übichen Kontaktapps wie Whatsapp oder Telegram ist eine Möglichkeit, hier könnt Ihr auch immer die Eltern mit einbeziehen.

Onlinetraining

Immer mehr Beliebtheit erfreuen sich Onlinetrainingseinheiten. Eine tolle Möglichkeit – bitte denkt aber dabei daran, dass nicht alle die technischen Möglichkeiten haben. Auch im Bereich des Datenschutzes ist es nicht ganz einfach. Ihr selber solltet auch davor checken, dass eure Technik ausreichend ist. Ideal ist tatsächlich eine separate Kamera, die eingebauten Kameras sind gerade bei Bewegungen oft nicht gut genug. Auch die Leitung eures Internets sollte gut genug sein. Also am besten zuvor mit jemanden ausprobieren, wie Ton und Bild bei Bewegung bei dem Gegenüber angkommen.

Onlineeinheiten sollten nicht 1,5 Stunden lang sein – hier sind 45 Minuten bis zu 60 Minuten mehr als ausreichend. Ihr werdet feststellen, dass es für beide Seiten ungewohnt und anstrengend ist.

Bevor ihr mit der Einheit startet, überlegt euch einen Trainingsablaufplan. Wichtig ist, auch alle Hilfsmittel gleich bei der Hand zu haben – sagt dies auch euren Teilnehmern davor und schickt ihnen auch den Trainingsablauf rechtzeitig davor. Sonst sind die während des Meetings mal kurz weg um die Hilfsmittel zu holen. Genauso ist es gut, zuvor darauf hin zu weisen, etwas zu trinken zur Hand zu haben. Auch für euch, da ihr viel mehr reden werdet, als eh schon beim Training.

Je nach Gruppe ist auch die Aufmerksamkeitsspanne hier geringer. Aber ein großer Pluspunkt – ihr seht eure Teilnehmer mal wieder und könnt Kontakt halten.

Outdoortraining

Das ist natürlich die schönste Möglichkeit um wieder einzusteigen. Auf einem Sportplatz oder einem Parkplatz kann man in kleinen Gruppen trainieren. Bitte achtet hier auf die jeweiligen Auflagen der Regierung und Empfehlungen des BKB. Wichtig ist auch, dass der Träger – meist die Gemeinde – euch den Trainingsbetrieb erlaubt. Auch wenn es euer Sportgelände ist, muss dies extra genehmigt werden.

Überlegt euch vor Beginn, wie Ihr die Hygieneauflagen erfüllen könnt. Gerade wenn Ihr mit Kindern trainiert, ist es auch wichtig, eine Toilette zu haben, die benutzt werden kann. Die Hygieneregeln teilt bitte euren Kids zuvor mit. Oftmals sind hier Schilder mit einfachen Symbolen auch eine gute Lösung, weil gerade im Grundschulalter hier eine bessere Aufnahme dafür ist.

Eine Hilfe kann auch sein, wenn Ihr schon vor dem Training den Platz schon einteilt. Dies kann auf Parkplätzen z.B. mit Straßenmalkreide gemacht werden. Für Fussballplätze kann man mit Hütchen und Absperrband gut die jeweiligen Trainingssektionen Kennzeichen. Kinder werden weniger Gefühl dafür haben, wie viel 1,5 Meter sind – daher ist es gut, wenn Ihr für sie darauf achtet und es euch und Ihnen einfach macht. Auch die persönlichen Gegenstände wie die Getränke können mit in dieses „Abteil“ genommen werden.  Damit ist auch während der Pause der Mindestabstand gewährleistet.

Für Kumitetraining ist es aktuell ratsam mit den Soundkaratebällen oder auch mit Stangen zu arbeiten. Hier kann man wenigstens die Basics gut trainieren. Wer hier noch Ideen braucht – schaut einfach ins Netz. Es gibt echt viele Ideen, wie man auch ohne Partner schon gut sich vorbereiten kann.

Weitere Möglichkeiten

Und wenn gar nichts geht??? Das gibt es fast nicht – weil wenigstens mit den Trainingsvideos geht meist ein wenig Kontakt mit den Kindern. Doch auch andere Dinge können helfen, Kontakt zu halten. Hier ein paar Ideen:

  • Lasst euch eine Challange einfallen und fordert Rückmeldung über Video oder Bilder ein! So könnte man z.B. ein Lied nehmen und fragen – wer schafft es wie lange im Plank zu bleiben bei dem Lied ….
  • Einen Malwettbewerb unter den Kindern ausrufen. Am besten mit einem Thema, das zum Karate passt.
  • Etwas aufwendiger – aber für kleinere Kinder eine liebe Möglichkeit – schickt den Kindern doch einen Brief – vielleicht mit einigen Übungen auf einem Blatt und einem Ausmalbild. Und gerade die jüngeren freuen sich über Post.
  • Macht doch ein kleines Rätsel für die Kinder /Jugendlichen mit Karatefragen. Dies geht sowohl Online wie auch als Post!

Ich hoffe es waren ein paar neue Ideen dabei – Viel Spaß beim Wiedereinstieg!

Eure

Sandra Aichner

Landesjugendreferentin des BKB e.V.

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