17.12.2019 - Para-Karate: Termine 2020 und Kriterien zur Aufnahme in das Para Team des DKV

Ein ereignisreiches und erfolgreiches Jahr 2019 neigt sich im Deutschen Karate Verband dem Ende zu. Ein herzliches Dankeschön geht seitens des Deutschen Para-Karate-Teams an alle Beteiligten und Unterstützer des Para Teams für euren tollen Einsatz. Um 2020 gut planen zu können, übermittlt der DKV euch die Termine für 2020. Des Weiteren findet ihr anhängend die Para Kader Kriterien des Deutschen Karate Verbandes e.V. zu eurer Kenntnisnahme.

Aufgrund der notwendigen Haushaltplanungen des DKV stehen leider nicht alle angeforderten Mittel zu Verfügung.

Für die Weltmeisterschaften in Dubai planen wir die Teilnahme des gesamten Kaders. Für die nun doch stattfindende Europameisterschaft in Baku im März 2020 können wir leider nur mit einem kleinen Team fahren. D.h. Heiko Kuppi als verantwortlicher DKV-Trainer wird dazu die Nominierung vornehmen und euch zeitnah informieren. 


Termine 2020

  • Trainingslager und Wettkampf Berlin Open gemeinsam mit Para Sportlern des Brasilianischen Para Teams vom 18.2.20 bis 23.2.20 im Para Stützpunkt Berlin
  • Deutsche Meisterschaft  PARA Hamburg am 7.3.2020
  • Europameisterschaften PARA  Baku 25.3.20 - 29.3.20
  • PARA Sichtungs Lehrgang in Traben Trabach (Rheinland Pfalz) am 16.5.20
  • Eichsfeld Open (Thüringen) 4.9.20 - 6.9.20
  • PARA Trainingslager 18.9.20 - 20.9.20 im Para Stützpunkt Berlin
  • PARA Trainingslager 3.10.20 - 5.10.20 im Para Stützpunkt Berlin
  • Weltmeisterschaften PARA in Dubai 17.11.20 -22.11.20

Kaderkriterien für Para-Karate des Deutschen Karate Verbandes e. V.

Einleitung
Die Einteilung von Athleten in ein Kadersystem definiert die individuellen Fördermöglichkeiten. Diese kann sich sowohl auf die finanzielle Förderung, als auch auf definierte Zugangsberechtigungen erstrecken. Entsprechend des Karriereverlaufs werden die Athleten in die entsprechenden Kader eingruppiert. Dabei werden die erzielten Erfolge sowie das Potenzial der Athleten berücksichtigt. Mit der Strukturierung soll eine Fokussierung auf die Athleten erfolgen, welche ein Medaillenpotenzial für die nächsten und/oder übernächsten WM/EM aufweisen oder bereits eine Medaille gewonnen haben. Für diese Sportler wird eine sichere und langfristige Förderung angestrebt. Die geförderten
Kaderplätze sind limitiert und abhängig vom Fördervolumen des Verbandes.
Die Kaderkriterien sollen ein ausgewogenes Verhältnis von perspektivischer Förderung bis zur Eliteförderung sicherstellen. Nichtinternationale Disziplinen oder Startklassen können nicht in einem Kader geführt werden.

Die Athleten werden in folgende Kader eingeteilt:
A-Kader (AK), B-Kader (BK), C- Nachwuchskader (NK), Landeskader (LK)

Verfahrensweisen
Die Erstellung der sportartspezifischen Kaderkriterien obliegt dem zuständigen Chef- bzw. Bundestrainern in Zusammenarbeit mit der Para-Karate-Arbeitsgruppe.

Allgemeine Richtlinien zur Kaderzugehörigkeit
Grundsätzlich profitieren die Athletinnen und Athleten aus internationalen Wettkampfdisziplinen von der Kaderförderung des DKV. Die Zugangsvoraussetzungen bilden dabei die allgemeinen sowie die sportartspezifischen Kaderkriterien des DKV Para-Karate.

Kaderstatus

  • Kaderplätze werden personenbezogen vergeben.
  • Die personenbezogene Zuteilung von sporthilfegeförderten und nichtsporthilfegeförderten Kaderplätzen obliegt dem Bundes-/Cheftrainer.
  • Darüber hinaus besteht in begründeten Ausnahmefällen die Möglichkeit Sonderanträge auf einen Kaderstatus zu stellen.

Quotenregelung
Mehr sporthilfegeförderte Kaderplätze als Quotenplätze sind grundsätzlich nicht möglich. Die Anzahl an B- und C-Kaderplätzen ohne Sporthilfeförderung unterliegt keiner Quotierung, bedingt jedoch die Erfüllung der gültigen sportartspezifischen Kaderkriterien.

Zeitliche Faktoren, Rechte und Pflichten

  • Das Eintrittsalter sowie das Höchstalter im C-Kader 16.-26. Lebensjahr
  • Eine Aufnahme in den Bundeskader erfolgt jeweils einmal im Jahr nach der DM
  • Festlegung in den sportartspezifischen Kaderkriterien.
  • Eine Aufnahme in den B-,C- und Nachwuchs-Kader bedingt keine automatische finanzielle Förderung
  • In Ausnahmefällen können vom Bundestrainer Sonderanträge zur Aufnahme in einen Bundeskader gestellt werden.
  • Bleibt die Bestätigung des aktuellen Kaderstatus aus, kann der Athlet nur jeweils einen Kader zurückgestuft werden, sofern die entsprechenden Kriterien erfüllt werden. Werden die Kriterien nicht erfüllt, scheidet der Athlet aus dem Bundeskader aus.
  • Es können nur Sportler einen Kaderstatus erhalten, sofern sie international klassifiziert sind und im DKV gemeldet sind.
  • Es können nur Sportler einen Kaderstatus erhalten, sofern sie im Besitz der deutschen Staatsbürgerschaft sind.
  • Für Kaderathleten des DKV besteht grundsätzlich ein Versicherungsschutz.
  • Kaderathleten haben Anspruch auf die Serviceleistungen im Rahmen der Grundversorgung an den Wettkampfstützpunkten.
  • Kaderathleten sind verpflichtet, die Athleten- und Schiedsvereinbarung des Verbandes und den Anti-Doping-Code anzuerkennen sowie die darin getroffenen Regelungen einzuhalten.
  • Kaderathleten werden der Nationalen Anti Doping Agentur (NADA) in den Testpool gemeldet. Über die entsprechenden Meldepflichten als Testpoolathlet (ATP, NTP oder RTP) werden die Athleten von der NADA und ggfls. zusätzlich von ihren internationalen Fachverband informiert.
  • Die Teilnahme an Lehrgangsmaßnahmen der Nationalmannschaft und an Deutschen Meisterschaften ist für die Kaderathleten grundsätzlich Pflicht. Eine Ausnahmeregelung kann vom Bundes-und Cheftrainer getroffen werden.
  • Die Teilnahme an Landesmeisterschaften ist Pflicht, sofern dort Disziplinen angeboten werden, die eine Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft ermöglichen, die technischen Wettkampfbedingungen dem Reglement auf Bundesebene entsprechen und der Termin vor dem Meldeschluss zur Deutschen Meisterschaft liegt. Bei Terminüberschneidung haben Bundesmaßnahmen Vorrang vor Veranstaltungen des Landes.
  • Bei Laufbahnende eines Athleten endet die Kadermitgliedschaft mit sofortiger Wirkung.

Pflichtverletzungen sowie verbands- und/oder vereinsschädigendes Verhalten ziehen Ordnungsmaßnahmen nach sich. Näheres regelt die Athletenvereinbarung. Sanktionen vor Ort werden vom zuständigen Delegationsleiter auf Anraten des Chef-/Bundestrainers und nach vorheriger Rücksprache mit dem Aktivensprecher beschlossen.

Nominierungskriterien

  • Nachweis der sportmedizinischen Untersuchung (nicht älter als 12 Monate)
  • Nachweis der Wettkampftauglichkeit
  • Nachweis der nationalen Klassifizierung
  • Nachweis der Mitgliedschaft in einem Verein des DKV
  • Teilnahme an Leistungslehrgängen
  • Perspektive der Medaillenchance im internationalen Konkurrenzniveau
  • Leistungs- und Einsatzbereitschaft, Teamfähigkeit

Nominierung

Das primäre Kriterium für die Nominierung bildet die Medaillenchance. Sofern sportartspezifische Qualifikationskriterien verabschiedet worden sind, müssen diese zusätzlich erfüllt werden. Weder das Erfüllen der sportartspezifischen Qualifikationskriterien, noch das Erreichen der  Qualifikationskriterien des Veranstalters ziehen eine automatische Nominierung nach sich. Athleten, welche die sportartspezifischen Qualifikationskriterien erfüllen, müssen bei der Nominierung vorrangig Berücksichtigung finden. Bei Jugendlichen oder Erststartern kann von dem Kriterium der Medaillenchance abgesehen werden.

Kaderkriterien

Der Bundeskader obliegt der Verantwortung des DKV. Folgende Kriterien sind im vorangegangenen Jahr zu erfüllen:

  • A-Kader: WM Platz 1-8 EM Platz 1-4 DM Platz 1-2
  • B-Kader: EM Platz 5-8 DM Platz 1-2
  • C-Kader: EM und WM-Junioren Platz 1-8 DM Platz 1-3

Zu einer WM werden in der Regel nur Athleten nominiert, die im Vorjahr der WM oder im WM-Jahr bei der EM mindestens einen 8.Platz oder zumindest eine anderweitig begründete Finalchance besitzen. Allerdings kann aus diesen Erfolgen auch kein Recht auf Nominierung abgeleitet werden. Der Chef/ Bundestrainer entscheidet in Kooperation mit der Arbeitsgruppe in letzter Instanz.

A-Kader (AK)
Athleten mit Finalpotenzial für die nächsten WM/EM und Medaillenpotenzial für die darauffolgenden WKF-Meisterschaften werden in den A-Kader aufgenommen.

B-Kader (BK)
Athleten mit Potenzial zur internationalen Weltspitze für die nächsten WM/EM und Medaillenpotenzial für die Darauffolgenden, werden in den B-Kader aufgenommen. In den sportartspezifischen Kaderkriterien können weitere vergleichbare Kriterien festgelegt werden.

C- Nachwuchskader
Athleten mit dem Potenzial den B-Kader zu erreichen, werden in den C- Nachwuchskader aufgenommen. Die Einschätzung des Potenzials der Athleten erfolgt disziplinspezifisch anhand der Kaderkriterien. Nachwuchskaderathleten sind auf einem Konkurrenzniveau, welches auf Bestleistungen bei internationalen Jugendmeisterschaften und perspektivisch bei Europameisterschaften und Weltmeisterschaften schließen lässt. Die Altersgrenze wird in den Kaderkriterien definiert und kann maximal bis U 26 festgelegt werden (bis zum 31.12. des Berufungsjahres darf die Altersgrenze nicht überschritten werden).
Die maximale Verweildauer im Nachwuchskader beträgt 10 Jahre.

Nachwuchskader 2
Athleten, die vom Bundestrainer aufgrund besonderer Spitzensportperspektive aus dem Landeskader (Schnittstelle zwischen Landes- und Bundeskader) ausgewählt worden sind, werden in den Nachwuchskader 2 aufgenommen.

Diesen Kaderstamm gibt es noch nicht, sollte aber ins Leben gerufen werden, um eine breitere Basis zur Entwicklung zum Leistungskader zu haben.

Berlin, 18.11.2019

Heiko Kuppi, DKV Para-Karate Trainer
Kathrin Brachwitz, DKV Para-Karate Beauftragte

 

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